Was ist „Gemeindeberatung“?


1. Gemeindeberatung ist der Versuch, eine geistliche Antwort auf eine konkrete Herausforderung zu geben.
Die Briefe des Paulus sind frühe Formen von Gemeindeberatung. Der Apostel gibt gefragt oder ungefragt Antwort auf ethische und theologische Fragestellungen und hilft damit der Ortsgemeinde ihren Weg mit Christus zu gehen.

2. Gemeindeberatung ist ein „Geistlicher Dienst“, der im Neuen Testament verankert ist, im Wesentlichen in Form des fünffältigen Dienstes (Hirten, Propheten, Lehrer, Apostel und Evangelisten), durch den nach Epheser 4 die Heiligen zum Dienst zugerüstet werden sollen. In neutestamentlicher Zeit wurde die Ortsgemeinde durch diesen fünffältigen Reisedienst ergänzt, korrigiert, gesammelt und bevollmächtigt.

3. Gemeindeberatung kommt von außen und hat daher einen objektiven Ansatz. Sie hat keine partikularen (Eigen-)Interessen und ist deshalb unabhängig. Sie hat einen vorlaufenden „Kredit“, weil sie „kein Prophet im eigenen Land“ ist. Sie bringt reflektierte Erfahrungen aus anderen Beratungen als Kompetenz mit sich.

4. Gemeindeberatung ist eine konkrete, praxisorientierte und temporär mit-leitende (und manchmal mit-leidende) Begleitung durch die verschiedenen Phasen der Entwicklung zu einer organisch gesunden Gemeinde: ungelöste Konflikte bewältigen, unklare Ziele präzisieren, traditionelle Gemeindestrukturen öffnen, leidenschaftliche Spiritualität einüben, diakonische Projekte initiieren, lokale Akteure vernetzen.

5. Gemeindeberatung geschieht vor Ort. Sie ist wertschätzend, lösungsorientiert, konkret, kompetent, ressourcenbewusst und flexibel.

Klaus Schönberg, Gemeindeberatung „Paradiesprojekt“

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